Hier lebt Automobilgeschichte
07.02.2012 15:50
SCHWABACH — In der „Familienecke“ hängt ein Bild der drei Generationen: Walter, Udo und Uwe Feser Anfang der 1980-er Jahre. Darunter ein Schwarzweißbild des ersten Firmengebäudes. Es stand ab 1929 in Bad Bernburg an der Saale. 1960 hat Walter Feser das Unternehmen in Schwabach angesiedelt. Beginn einer Erfolgsgeschichte. Zu der gehört nun auch eine besondere Attraktion für Schwabach: „Feser Tradition“ heißt das Automobil-Museum, das Udo und Uwe Feser bei einem Empfang für knapp 70 Freunde und Weggefährten erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt haben, das aber zunächst für diese Öffentlichkeit noch nicht allgemein zugänglich ist. Auf drei Etagen sind dort 72 Fahrzeuge der Baujahre 1921 bis 1990 zu sehen.
Das Fest am Sonntagabend war die Feier zum 80. Geburtstag des Seniorchefs.Udo Feser hat am 6. Februar 1932 im heutigen Sachsen-Anhalt das Licht der Welt erblickt. Mit der Eröffnung der historischen Auto-Schau in der Walpersdorfer Straße 6 hat er sich selbst ein Geschenk gemacht. Im Gebäude der Firma Jäger aus dem Jahre 1906 ist nach einjähriger Umbauarbeit eine Ausstellung entstanden, die nach Meinung von Fachleuten nicht nur Automobil- und Familiengeschichte lebendig werden lässt, sondern auch ein großes Renommee für Audi und VW darstellt. Sammler waren die drei Feser-Generationen.Vor ihrer Zusammenfassung in der ehemaligen Schraubenfabrik waren die Autos und Motorräder auf die Autohäuser der Feser-Graf-Gruppe verteilt. „Ich fühle mich geehrt, hier dabei sein zu dürfen“, sagte Thomas Frank, Leiter der Audi- Traditionsabteilung in Ingolstadt. „Das Haus repräsentiert die Vier-Ringe-Geschichte ausgezeichnet“, meinte der Historikexperte. Die Auto-Union ist bereits vor dem Zweiten Weltkrieg aus dem Zusammenschluss der Marken Audi, Horch, DKW und Wanderer hervorgegangen. Das heutige Audi-Firmensymbol verkörpert diese Vereinigung.
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Schwabacher Tagblatt Februar 2012








