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Autos mit Elektroantrieb

Die Vergangenheit, die Gegenwart und die aufregende Zukunft von Elektroautos

Elektrofahrzeuge sind die Zukunft des Kraftfahrzeugwesens. Viele europäische Regierungen haben es sich das Ziel gesetzt, die Herstellung von Fahrzeugen mit extrem niedrigen Emissionen zu unterstützen. Die Vergangenheit der Elektroautos reicht weiter zurück, als man glaubt. Das erste Elektroauto wurde 1837 im schottischen Aberdeen gebaut. Die Technologie war so erfolgreich, dass Ende des 19. Jahrhunderts in London und New York sogar batteriebetriebene Taxis eingeführt wurden. Doch leider hielt der Erfolg nicht lange an. Und da der Ölpreis immer stärker fiel, übernahmen bald Diesel- und Benzinfahrzeuge die Herrschaft über die Straßen - bis heute. Aber nun sind Elektroautos wieder das Fahrzeug der Zukunft. Dank der rasanten Weiterentwicklung der Technologie, der immer auffälligeren Designs und der Tatsache, dass die Welt immer umweltbewusster wird, ist nun eine neue Ära für Elektrofahrzeuge angebrochen.

 

Wie funktionieren Elektrofahrzeuge?

Ein Elektrofahrzeug hat anstelle eines Tanks eine Batterie, die über einen Elektroanschluss aufgeladen wird. Die in der Batterie gespeicherte Energie betreibt einen Elektromotor, der wiederum die Räder in Bewegung setzt. Elektroautos benötigen weder eine Kupplung noch eine Gangschaltung oder einen Auspuff. So sind sie wesentlich leiser und, wie viele behaupten, auch sanfter zu fahren.Mit einer vollgeladenen Batterie kann ein Elektroauto je nach Modell eine Distanz von mehr als 400 km zurücklegen, bevor es wieder geladen werden muss. Das ist nicht so weit, wie man mit einem vollen Benzintank kommen würde, aber dennoch lassen sich die meisten Fahrten problemlos mit einem Elektroauto bewältigen. Im Vereinigten Königreich zum Beispiel sind 94 % aller gefahrenen Strecken weniger als 40 km lang und 56 % betragen weniger als 8 km.

 

Was sind die Vorteile eines Elektroautos?

Es gibt zahlreiche Gründe, ein Elektroauto zu kaufen. Einer der wichtigsten ist die Umwelt. Natürlich sind Elektroautos nur so grün wie der Strom, mit dem sie betrieben werden, aber sie sind in jedem Fall um einiges besser für unseren Planeten als herkömmliche Autos. Sie verursachen weniger Emissionen und sind effizienter – 95 Prozent der von einem Elektroauto erzeugten Energie wird in Antriebskraft umgewandelt. Ein herkömmlicher Verbrennungsmotor hingegen ist nur zu 30 Prozent effizient – der Rest der Energie geht als Wärme oder Reibung verloren. Aber es gibt noch andere Vorteile. Die Betriebskosten sind niedriger, da eine komplette Ladung der Batterie um einiges weniger kostet als ein voller Benzintank. Zwar ist die Reichweite noch geringer, und man muss öfter laden als tanken – dennoch fährt man mit dem Elektroauto günstiger. Darüber hinaus sind im E-Auto weniger bewegliche Einzelteile verbaut, was die Wartungskosten reduziert.Bedenken Sie allerdings, dass die Anschaffung von Elektroautos – zumindest derzeit noch – teurer ist als die eines herkömmlichen Autos. Jedoch gibt es einige Anreize und Regierungszuschüsse, die den Preisunterschied verringern können. In vielen EU-Staaten gibt es für Autofahrer, die auf Elektromobilität umsteigen möchten, Kaufprämien von ca. 4.000 €.

 

Welche verschiedenen Arten von Elektroautos gibt es?

Es gibt grundsätzlich drei Arten von Autos, die als „elektrisch“ bezeichnet werden.

  • Konventionelle Hybride wie der Toyota Prius haben einen Benzintank und gleichzeitig einen Elektromotor, der von einer Batterie betrieben wird, die sich bei jedem Bremsvorgang auflädt.
  • Plug-in-Hybride haben ebenfalls sowohl einen Benzin- als auch einen Elektromotor, können jedoch über ein Ladekabel aufgeladen werden und für eine gewisse Zeit mit Strom fahren.
  • Batteriebetriebene Elektrofahrzeuge sind diejenigen, an die die meisten Menschen am ehesten denken, wenn es um Elektroautos geht. Diese werden ausschließlich mit Elektrizität betrieben. Viele der großen Autohersteller haben diese bereits im Sortiment, von traditionellen Marken wie Renault bis hin zu spezialisierten Herstellern wie Tesla. Bei einer kurzen Suche im Internet werden Sie auf viele verschiedene Hersteller stoßen.


Wie lädt man ein Elektroauto auf?

Auch wenn es anfangs etwas ungewöhnlich scheinen mag, bald wird es ganz selbstverständlich für Autofahrer sein, ihr Fahrzeug zu laden statt zu tanken. Wir werden unsere Autos genauso automatisch aufladen wie unsere Handys, die wir kurz vor dem Schlafengehen anschließen.Autobesitzer laden die integrierte Batterie eines Elektroautos mit Strom auf, entweder von einer eigenen Ladebuchse oder einer ganz normalen Steckdose – die gleiche Art von Steckdose, die Sie für Ihren Fernseher oder Fön verwenden.Wie schnell eine Batterie aufgeladen wird, hängt von der Art des Autos ab und davon, welche Ladeleistung die Stromquelle bietet, über die es aufgeladen wird. Generell gibt es allerdings 3 verschiedene Ladegeschwindigkeiten: 1. Langsames Laden, das ca. 5 Stunden bis zur kompletten Ladung dauert. 2.Schnelles Laden, das ca. 1 Stunde dauert, und 3. Ultraschnelles Laden, bei dem die Batterie nach bloß 20 Minuten komplett aufgeladen ist. Diese ultraschnellen Ladestationen befinden sich zumeist in der Nähe von Hauptstraßen oder an Autobahnraststationen.

 

Die Zukunft von Elektroautos

Eins ist klar: Eine neue Ära der Elektrofahrzeuge hat begonnen. Die Infrastruktur, die Herstellungskosten sowie die Ladezeiten werden sich alle in den nächsten Jahren maßgeblich verbessern. Für viele wird es in einigen Jahren völlig normal sein, ein Elektroauto zu fahren. Regierungen wie Energieversorger setzen sich ambitionierte Ziele, um dies zu verwirklichen. Frankreich und das Vereinigte Königreich planen, den Verkauf von Benzin- und Dieselfahrzeugen ab 2040 zu verbieten.   Selbst in Deutschland ist es für die Regierung denkbar, Diesel und Benziner in der Zukunft zu verbieten. Dänemark verfügt über mehr elektrische Ladestationen als Tankstellen.In Italien sind Elektrofahrzeuge für die ersten fünf Jahre nach der Fahrzeugregistrierung von der jährlichen Kraftfahrzeugsteuer befreit. 

 

 

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